Mai-Träumereien

Traumhaft schön ist in diesem Jahr der Mai. Ganz anders als der verregnete komische Monat im vorherigen Jahr präsentieret sich der Wonnemonat in diesem Jahr wie ein frühsommerlicher Juni – leider dadurch auch etwas trocken, aber dafür gibt es ja Schlauch und Brause.

Gepflanzt und gesäht habe ich im Urlaub folgendes: Tomaten, Bohnen, Canna, Zucchini, Peperoni, Hokaidokürbisse, Kohlrabi und verschiedene Blumen und Stauden, die im Bioladen nicht gekauft wurden und aufgrunddessen im Biomüll gelandet wären.

Geernet habe ich drei Mal Rhabarber – das war genug für einen Kuchen und etwas Marmelade:

 

Eine herrlich buntgemischte Kollage dieses Traumgartenmonats folgt jetzt, und wenn es dazu etwas zu beschreiben gibt, steht es bei den Bildern:

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Blütenpracht dank Frühsommer im April

Dank einer Woche voller warmer Tage sprießt und blüht hier alles, ohne, daß ich groß etwas dafür tun müsste. Die Pflanzerei von Blumenzwiebeln in den letzten Jahren hat sich wirklich gelohnt!

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Mein Bienenhotel hat den Standort
gewechselt und vor ein paar Tagen
sind die ersten Wildbienen eingezogen!

Sneak Preview Gartensaison 2018

Es soll ja zum Wochenende noch mal ein Kälteeinbruch kommen (hoffentlich der letzte!), daher habe ich die regenfreien Stunden unterhalb der Woche genutzt, das absichtlich stehengelassene abgestorbene Gras-, Busch- und Blattwerk zu entsorgen. Für den Winter dürften das viele kuschelige Ecken für die Wildtiere gewesen sein…

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Winterstarre…

Die Temperaturen waren nach mo-na-te-langem Regen (November bis Januar, gefühlt: durchgängig) endlich mal richtig frostig – so daß Winterbilder aus dem Garten endlich mal nicht nur grau-matschige Eindrücke vermitteln konnten. Denn eine Mütze voll Schnee, in Kombination mit nachfolgendem strengen Frost und durchsetzt mit strahlendem Sonnenschein lassen alles viel schöner aussehen!

Jetzt ist die erste Ladung Gartenerde bestellt und die Zeit für einen Winter-Rückblick gegeben, bevor es dann im März an die ersten Anzuchttöpfe und Freilandaussaaten geht:

Auf in ein neues Gartenjahr!

Tiergarten

von Reinhard Mey

Ich habe meinen Nussbaum, der so schöne Nüsse gibt.
Ich hab ihn eigentlich nur, weil mein Eichhörnchen ihn liebt,
Das flink und voller Grazie wirbelt in seinem Geäst
Und von der ganzen Ernte mir keine Nuss übrig lässt.

Ich habe meinen Efeu, damit meine Amsel drin
Ihr Nest bau’n kann und für mich singt. Wenn ich mal traurig bin,
Schwingt sie sich auf mit ihrem Lied hoch in den Tannenturm.
Ich habe meinen Apfelbaum für meinen Apfelwurm.

Ich pflege meinen Rasen
Für Maulwürfe und Hasen
Ich hege meine Hecken
Für Käfer und für Schnecken,
Es blühn meine Kamillen
Um meiner Grillen Willen.

Ich gieße meine Katzenminze, weil sich dann vielleicht
Die Katze freut, wenn sie bei Nacht durch meine Minze streicht.
Ich hätschle meinen Kirschbaum nur für einen Star, der dann
Die Kirschen frisst und Gute Nacht, Freunde nachpfeifen kann.

Die Blaumeise dribbelt den Maisenknödel um den Ast,
Die schwere Hummel macht in meiner Glockenblume Rast.
In meiner Pflaume lebt die Made sorglos in den Tag,
Fernab von allen Ängsten, was die Zukunft bringen mag.

Ich höre das Gras wachsen,
Ich hör die Dachse flachsen,
Ich hör die Knospe springen,
Ich hör das Würmchen singen.
Hör den Insektenreigen
Und die Zikaden geigen.

Es sieht in meinem Garten nicht wie Schöner Wohnen aus
Dafür sind alle Tiere drin willkommen und zu Haus.
Und alles singt, zirpt, piept im Chor für mich beim Gartenfest:
Wir lieben unsern Menschen, wir lieben unsern Menschen,
Klingt es aus Gräsern, Moos, und Laub, vom Dach und im Geäst,
Wir lieben unsern Menschen, wir lieben unsern Menschen,
Der uns in Frieden und in Saus und Braus hier leben lässt!

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Mai-Urlaubs-Zwischenzusammenfassung

Der Mai diesen Jahres präsentiert sich durchwachsen.

Da wir viel zu tun hatten, waren die ersten Regentage gar nicht schlimm, da das Gießen entfiel und man sich nicht schlecht fühlen musste, wenn man mal ein paar Tage am Stück hauptsächlich die Beine hochlegte.

Dann kamen auch schon die ersten sonnigen Tage und der Urlaub lässt sich bisher so zusammenfassen:

Die „Nutzpflanzen“ gedeihen prächtig im Hochbeet und auf ebenem Grund:

Das Wildblumenbeet ist buschig, die Tulpen und der Waldmeister blühen und der zwischendurch einsetzende Regen ist immer eine willkommene Gießhilfe:

Alles in allem ein wunderschöner blütenreicher Monat mit wechselhaftem Gartenwetter:

Ostern mal nichts im Garten tun. April, April.

Natürlich war ich über Ostern im Garten. Schließlich schien ja die Sonne. Zwischen den Hagel- und Regenschauern. Aber in langen und warmen Episoden.

Meine Hochbeete mit Erdbeeren und Salat mögen das Wetter, aber warten noch auf zusätzliche Pflanzen. Während die Erdbeeren schon groß genug sind, um dem Aprilwetter zu trotzen, haben die Salatpflänzchen ein Dach aus Polsterfolie bekommen.

Die essbaren Blüten und das Schmetterlingsbuffet (ein Geschenk vom Das.Sonnenkind) ziehe ich in kleinen Tontöpfen vor, in denen die Bionarzissen geliefert wurden, die alle nicht aufgeblüht sind, da die Knollen angetrocknet waren. Diese habe ich ausgetopft und hoffe, sie sammeln in meinen Beeten Kraft für den nächsten Frühling. Ebenfalls ein Geschenk aus dem Westen des Bundeslandes: eine abgeteilte Rhabarberwurzel, hat sich auch zum dreiblättrigen Rhabarber gemausert.

Das Wildblumenbeet gedeiht prächtig, die Pflanzen bekommen mehr Wasser, als im letzten Jahr, wo ich erst Anfang Mai ausgesäht habe. Das scheint ihnen zu gefallen:

Zwischendrin beibt immer wieder Zeit, kleine Eindrücke mit der Kamera festzuhalten. Zum Beispiel werden wir dieses Jahr viiiiiiiele gemeine Feuerwanzen haben….:
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Ich finde die sehr hübsch, auch wenn einige Gärtner sie trotz ihrer Unschädlichkeit wegen ihres massenhaften Auftretens als „Lästlinge“ beschreiben. Ich empfinde Menschen eher als solche…

Außerdem habe ich von der lieben Nachbarin im (unfairen) Tausch gegen Narzissenzwiebeln fünf Kirschbäumchen (einen großen, vier kleine), eine rote Johannisbeere, eine Brombeere und den Ableger eines Ranunkelstrauchs bekommen. Ich war also beschäftigt. Ob die vier kleinen Kischbäumchen angehen, ist fraglich, aber der große war schon gut verwurzelt und scheint sich am Licht wohlzufühlen (er wuchs unter einer riesigen Tanne):

Zwischendrin musste ich immer wieder ins Haus flitzen, weil eine graue Regenwand angerückt kam und alle neu gepflanzen Pflanzen schön brav durchwässete. Aber die Güsse waren nur von kurzer Dauer und die Sonne zauberte mit den Wassertropfen schöne Bilder fürs Blog:

Mit meinem Lieblingsblümchen verabschiede ich mich vom Osterwochenende und stürze mich in die letzten zwei Arbeitswochen vor dem ersehnten Maiurlaub…:

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Vergissmeinnicht!