*Bämm!*

Mit einem Schlag ist er da, der Frühling, nicht nur, weil die Wetterfuzzis das so sagen, sondern, weil die Krokusse gerade in meinem Garten Party machen. Heute bei fast schon wieder 15°C recken sie sich alle der Sonne entgegen:
baemm

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Die Bienen sind auch schon unterwegs und brummseln über die Blütenparty. Zwar scheint alles noch ein wenig verhalten, aber daß es nochmal richtig einsekalt wird, daran glaubt hier keine Pflanze mehr.2014_17

Und wenn zwischendurch mal ein wenig Ruhe angesgt ist, wird sich einfach mal zufrieden in die Sonne gesetzt.

So soll es sein.

Die Menschenbiene hat heute bei und mit der Nachbarin Efeu ausgegraben, um die kahlen Rankgitter an der Terrasse endlich zu begrünen, was hilft da besser, als dieses „Unkraut, nimm und werd‘ glücklich damit!“. 🙂

Vor der hinteren Gartenhecke, wo ich letztes Jahr erst mal nur mit Rasenschnitt gemulcht habe, ist schöne, lockere Erde entstanden, in die ich nun einen Bodendecker gepflanzt habe, der weder der nachbarin noch mir namentlich bekannt ist. Wenn er angeht, machge ich davon ein Foto uns ihr sagt uns, wie er heißt. 😀

So long,…

aus dem Norden

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Kompost- und Pflanzbericht

Im Nordgarten ist die erde gerade herrlich buddelfeucht, und zu Glück gibt es im benachbarten $Discounter schon ein paar winterharte Stauden zu kaufen, die man im Februar schon pflanzen darf.

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Vor der Erdung von gut investierten 9,94€ habe ich aber zunächst einen Blick in die unterste Etage vom im letzten Jahr angelegten Kompostbehälter geworfen. Siehe da, das sah richtig gut aus!

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Dann ging es ans einbuddeln der Stauden – und schlauerweise habe ich die Sorten direkt dort fotografiert, wo sie im Sommer dann auch blühen sollen: Hier: Lupinen und Prachtscharten (Liatris)

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Hier am Stein würde sich eine Prachtscharte auch besonders schön machen…

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Und auch im Gartenkräuterbeet fand ich macht sich ein Prachtsachrten-Farbkleks bestimmt besonders gut.

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Rund um den nächsten Stein soll sich Kleinblütiges Seifenkraut (Rot-Seifenkraut, Saponaria ocymoides) ausbreiten.

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Und links daneben habe ich Weißes Schleierkraut (Gypsophila paniculata) gesetzt – auch noch zwischen den kleinen Findlingen meines „Steingärtchens“.

 

 

All diese Pflanzen sollen volle Sonne gut vertragen und auch mit wenig Wasser auskommen – auch wenn ich gedenke, diesen Sommer auch den hinteren Gartenteil mehr zu wässern als letztes Jahr. Ein Einkauf bei einer nahegelegenen Staudengärtnerei steht auch noch an – gemeinsam mit einer Nachbarin. Dieses Jahr möchte ich die blühenden Bereiche des Gartens auf jeden Fall stark vergrößern – beim Fruchtgemüse werde ich mich auf die Obstsorten, die ich schon habe und Tomaten, Kohlrabi (zweiter Versuch) und kartoffeln beschränken.

FREI-Tag am Donnerstag

Botanischer GartenHeute ist mein freier Tag und es sieht nach viel Sonne aus. Beste Voraussetzugen, um den geplanten Gang in den Botanischen Garten anzutreten. Dort gibt es im Frühjahr Unmengen von Elfenkrokussen (1). Das ist nicht nur ein sympatischer Name, sondern sie sehen auch wunderschön aus. Auf einer Tafel habe ich gelesen, dass sie sehr gut verwildern, da sie sich nicht nur unterirdisch vermehren, sondern auch aussamen. Das wäre ja mal eine Idee…

Neben den Krokussen waren noch jede Menge anderer Frühblüher unterwegs. So z.B. Winterlinge (2), die ja bei mir im Garten so gar keine Motivation zeigen, aus der Erde zu kommen. Ich habe allerdings schon verschiedentlich gehört, dass man mit ihnen Geduld haben muss. Einstweilen werde ich mich also andernorts an ihnen erfreuen.

Seit langem habe ich auch mal wieder Leberblümchen (3) gesehen, die es in der Gegend von Erfurt, wo ich studiert habe, wild gab. In den hiesigen Wäldern leider nicht. Ich meine mich zu erinnern, dass sie kalkhaltigen Boden mögen.

Besonders habe ich mich über die Tuffs von Vorfrühlingsapenveilchen (4) gefreut, die so schön in verschiedenen Purpur-, Violett- und Rosatönen in der Sonne leuchteten. Im Garten sieht man sie nach meinem Eindruck nur sehr selten. Vielleicht, weil man eher das verwandte Zimmeralpenveilchen im Blick hat. Ich hatte mal ein paar Knollen Herbstalpenveilchen verbuddelt, habe aber nie oberirdischen Teile zu Gesicht bekommen.

Natürlich gab es auch verschiedene Sorten von Christrosen. Besonders prachtvoll eine in dunkelaubergine blühende (5), zu der ich kein Schild finden konnte. Neben Schneeglöck- chen (6), sind für mich einer der Frühlingsanzeiger, die gelben Blüten-tupfen der Kornelkirsche (7). Wahr- scheinlich, weil sie in meiner Erinnerung mit blassblauem Himmel und mildem Sonnenlicht verbunden sind. Ein schöner großer Busch stand bei uns zu Hause direkt neben der Garage.

I-Tüpfelchen auf meinem kleinen Ausflug, waren die Kraniche, die leise rufend gen Norden zogen. Letzte Woche habe ich auch vom Balkon aus schon einige beobachtet. Immer wieder toll.

Gut, dass ich das schöne Wetter ausgenutz habe, denn jetzt, am Nachmittag, hat es sich zugezogen und angefangen leicht zuregnen. Zeit für ein gemütliches Tässchen Tee auf dem Sofa.

Ja, hier aus so…

Der Nordgarten kann nicht von sich sagen, keinen Schnee gehabt zu haben.
Ca. zwei Wochen lang hatten wir eine mitteldicke und vor allem festgefrorene Schneedecke.
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Der Heide gefiel das prächtig und sie schien das richtig zu brauchen.

Die Meisen und anderen Körnerfresser taten sich in dieser Zeit fleißig an der neuen, NABU-empfohlenen Futterstelle gütlich:
Mampf

Als der Schnee dann weggeschmolzen war, was übrgens mehrere Tage dauerte, trotz REGENS (!), so festgefroren war der, da konnte die Nordbloggerin erst mal die Silvesterreste aufsammeln…
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Dabei fanden sich auch hier endlich die ersten Krokusnäschen, die sich aus der Grasdecke reckten. Hallo? Sonne?
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Auf den Terrassensteinen moost es ganz schön, denn der Großteil des Winters war auch hier eher naß, als weiß – aber auch wenn ich dem Moos irgendwann mit dem Kärcher zu Leibe rücken muß – zunächst erfreue ich mich lieber noch an dessen filigraner Schönheit.
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Auch nach dem Schnee macht die im letzten Jahr gepflanzte Heide eine gute Figur:
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Die Salvia, Margariten und Kapkörbchen werden in Kürze dann mal geschnitten und wir schauen, ob da irgendwo vielleicht was nachgrünen möchte. Wenn nicht, werden sie in diesem Jahr duch winterfeste mehrjährige Pflanzen ersetzt.
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Sehr gut sieht die Cranberrypflanze aus, die ich etwas geschützt an der Terrasse gepflanzt habe.
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Und nun stehen sie alle schon spalier, die Geräte und Harken….
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….die Schaufeln und Schüppen…
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… aber ich mache es erst mal der Kräuterhexe nach und produziere ein wenig Vitamin D.
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In diesem Sinne – aus dem Norden:
schoenensonntag

Vorboten

Elster am NestVon meinem Gefühl her müsste der Winter noch sehr lange dauern. Weil es bis jetz noch nicht wirlklich kalt war und auch noch keinmal geschneit hat. Zum Glück stehen aber alle Anzeichen auf Frühling. Die Tage sind merklich länger, die Vögel fangen an zu singen und im Garten blühen die ersten Krokusse und Iris. Die Elstern inspizieren ihr altes Nest und schleppen Zeige an. Dass das Nest im vorigen Sommer bewohnt war, hat man kaum gemerkt. Von den Vögeln war weder viel zu sehen noch zu hören. Schade eigentlich. Ich hatte mir das ganz spannend vorgestellt. Vielleicht waren die Eier aber auch nicht befruchtet, wer weiss.

SonnenbadDer Februar fängt an wie der Januar aufgehört hat – mit viel Sonne und milden Tem- peraturen jenseits von Frost und Kälte. Und auch wenn die Luft nicht warm ist, die Sonne hat schon wieder Kraft. Wenn sie Nachmittags auf den Balkon scheint, kann ich ohne dicke Jacke oder Decke ein Sonnenbad genießen. So läßt es sich aushalten.

Gärtnerfreuden

Kürzlich war ich wegen einiger Besorgungen in der Stadt unterwegs als ich beim großen holländischen Blumenverkauf vorbei kam. Normalerweise finde ich dort das Angebot langweilig, aber an diesem Tag gab es Ranunkeln, die mit ihren bunten Blüten so schön leuchteten. Und so kaufte ich mir spontan eine rote und eine gelbe, die jetzt auf der Küchenfensterbank stehen. Ich warte jeden Tag auf das Erscheinen von Läusen oder anderen Plagegeistern, die bei so hochgezüchteten Pflanzen eigentlich immer irgendwann auftreten. Bis jetzt ist aber die Freude ungetrübt.

Eine weitere Freude gab es am nächsten Tag. Es ist wunderbar, an einem Samstag Geburtstag zu haben. Weiniger schön ist es, sehr früh rauszumüssen, weil der Dienstplan Frühschicht vorsieht. Dass mich die Kollegen mit einer wunderschönen Christrose überraschten, machte es dann aber sehr erträglich. Eine Helleborus orientalis. Sie sieht etwas schüchtern aus, hat eher kleine Blüten und Blätter. Innen sind die Blüten weiss und außen altrosa überlaufen. Ich bin schwerverliebt ❤ ❤ <3. Bevor ich sie ins Beet setze, darf sie noch ein bisschen auf dem Balkon stehen. Da kann ich sie vom Sofa aus anschmachten :-).

Mehr Gärtnergeburtstagfreuden gab es im Laufe des Tages. Meine liebe Freundin S. schickte mir den Aussaatkalender nach Maria Thun und ein Päckchen Sonnenblumensamen. Perfekt, ich wollte dieses Jahr auf jeden Fall welche ziehen. Mit dem Maria Thun Kalender habe ich mich noch nie beschäftigt. Der schein komplexer zu sein, als der, den ich sonst immer gekauft habe. Und offenbar gibt es da auch eine andere Berechnungsgrundlage für die Mondphasen, so dass sich die Kalender größtenteils widersprechen. Merkwürdige Sache das. Zuguterletzt gab es von der Kräuterhexenmama einen Gutschein für ein sehr schönes Gartencenter. Hach, das Jahr lässt sich gut an.

Gärtnerfreuden