Ernüchterung, Maßnahmen, Struktur und grüner Saft

Vor ein paar Tagen sah es ja noch gut aus, mit der Rasennachsaat. In den letzten Tagen ist das Gras aber dermaßen geschossen, daß ich trotz massiver Unlust heute Mähen musste. Ich ahnte es am Geräusch des Rasenmähers schon: die roten Ameisen hatten im Schutz der langen Halme wieder fleißig Bodenzerstörung betrieben. Ein gewisser Teil der Neuansaat schien zunichte gemacht.

Also habe ich trotz keineswegs geschwundener Unlust auch noch den Vertikutierer angeworfen und allen Moosansätzen, Ameisen-Erdknubbeln und anderem braunem Zeugs den Garaus gemacht.
Danach sah es zugegebenermaßen nicht besser aus:
Wiese_mit_Löchern

Aber das noch mal nachgesähte Rasenpflaster hat nun bessre Chancen, und die schon gesprossene Saat hat Luft und Licht. Go, Wiese go!
Kennt wer ein Wundermittel gegen Ameisensiedlungen im Gras?

Die Mäherrei hat mir allerdings Gelegenheit gegeben, durch gezieltes Nicht-Mähen, meinen Gartenplänen Gestalt zu geben.
(Klick aus Blid macht’s lesbarer)
Gartenministrukturplan_groß

So, und damit das Rasenmähen sich auch gelohnt hat, gab es zum Abschluß ein Gläschen Rasensaft!
Rasensaft

Neee, Scherz, das war ein Glas Gula Jave Matcha. 😀

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Blütenbuddelfreuden

Hier im Norden sind alle Pflanzen – und damit meine ich auch die Gartenbegleitflora – prächtig geschossen. Da ich ja kaum was in Töpfen vorgezogen habe (nur zwei Minigürkchen, die ich geschenkt bekam und die ich schon zweimal wieder reingeholt habe, weil ich dachte, draußen reißt sie der Wind entzwei), muß bei mir alles draußen seinen Lebenswillen beweisem. Um so schöner, wenn man sieht, was aus den teilweise unsicher und skeptisch ausgestreuten Samen alles wurde:

Die Kornblumeninsel ist so ziemlich genau so geworden, wie ich mir das im März vorgestellt habe. Ein netter Kleks in der Grauzone zwischen Wiese und Gartenbereich:
Bluetenbuddelfreude01

Von der Nachbarin bekam ich einen Trieb einer Edelrose geschenkt. Während bei mir im Garten nur die Wildtriebe selbst ausschlagen (und sicher dieses Jahr auch blühen!), soll das nun meine erste Edelrose im Garten sein:
Bluetenbuddelfreude02

Auch neu eingebuddelt eingezogen ist bei uns ein Haselnußschößling, der ebenfalls bei der Nachbarin weichen musste. (Und ein kleiner Flieder der sich in heftigen Streit mit dem Autofokus meiner Kamera als Sieger herausgestellt, aber es dafür nicht ins Blog geschafft hat!):
Bluetenbuddelfreude03

Dann ging ich meiner inzwischen fast täglichen Beschäftigung nach: Goldrute an diversen Stellen im Beet und in der Wiese rauszupfen (sie soll nur an einigen Stellen als Staude stehenbleiben, wächst aber inzwischen hier überall):
Bluetenbuddelfreude05a

…dabei aber nicht mit den Astern verwechseln, die ich ja extra angesäht hatte!
Bluetenbuddelfreude05b

Der tägliche Blick auf das Kartoffelbeet:
Bluetenbuddelfreude06

…zeigt, daß links daneben auch schon die Sonnenblumen kommen, die ich direkt neben und auch zwischen die Kartoffeln gesäht hatte (von den Pastinaken weiterhin keine Spur, auch von den Bohnen nicht):
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Aber die Bienenweiden, die fangen langsam an zu blühen:
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Hier noch nur die grüne Basis:
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Aber auch darin schon die ersten Blütenansätze!
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Große Freude auch vor den Tomatenpflanzen: die Kohlrabis kommen!!!
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Und das rot Eingekreiste ist definitiv ein Zucchinipflänzchen: 🙂
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Und hier die Minibienenweide im Kräuterbeet:
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In den Töpfen an der Hauswand hingegen (mehr Sonne?) zeigen sich die ersten Bohnen und…
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…das Zitronenbasilikum!
Bluetenbuddelfreude14

Übrigens ist auch die Rasensaat „Rasenpflster“ angegangen, morgen muß ich allerdings erst mal wieder mähen, da das Nachbargras meint, es müsse die amerikanische Prärie nachahmen. Das Foto ist also schon ein paar Tage alt: Rasensaat

In diesem Sinne, möge unser Angepflanztes wachsen und gedeihen!
Und ich mach mir jetzt zum 10ten Mal die Finegrnägel von Erde sauber….

Sommertaten

Was verkündet mein Gartenkalender heute:

Menardi

Besser könnte es gar nicht sein. Schon die ganze Woche herrlichstes Sommerwetter. Warm – aber zum Aushalten, Wattewolken am blauen Himmel, etwas Wind. Gerne darf das bis zum ersten Frost so bleiben.

Nachdem ich mich sommerfreudenmäßig etwas beruhigt hatte, habe ich dann mal angefangen zu buddeln. Und zwar endlich die Tomaten in die Erde. Eigentlich sollten die ja ein eigenes Beet bekommen, aber dazu war ich letzten Endes zu faul. Und jetzt bin ich ganz zufrieden, dass sie zwischen den Stauden stehen. Die ‚Roten Zoras‘ habe ich in einer Linie direkt an den Zaun gepflanzt, die ‚Fredis‘ und ‚Gelben Johannisbeeren‘ in die Mitte wo gerade Platz war. Außer Kompost haben sie noch etwas floraPell-Dünger bekommen, was so roch als würde ich ein Schaf einpflanzen :-). Solange ich keine pelzigen Früchte bekomme…

Zum Teil sahen die jetzt echt fertig aus die Planzen. Ich hoffe, sie freuen sich darüber, dass sie nun ihre Wurzeln ausstrecken und sonnenbaden können. Blühen tun sie jedenfalls. Etwas Sorgen mache ich mir noch wegen der sehr zahlreichen Blattläuse, die ich dieses Jahr habe. Ich finde, die könnten mal zügig von irgendwelchen Nützlingen verspeist werden.

Tomatenpflanzung

Vorfreude

Der Plan war, heute ein fixe Tomatenpflanzaktion durchzuführen damit die Ärmsten endlich ins Freiland kommen. Alles stand parat, die Sonne schien und ein leichter Wind strich durch die Bäume. Vor Arbeitsbeginn musste ich mich aber erstmal über meinen im Morgenlicht liegenden Garten freuen. Zwar ist der zur Zeit kein Blütenmeer, aber es wächst und gedeiht. Und vor allem lassen überall Knospen kommende Blütenpracht erahnen. *freudidumdidei*

Knospe Brandkraut  Knospe Färberkamille  Knospe Stockrose

Knospe Sterndolde  Knospe Margeritte  Knospe Glockenblume

Knospe Löwenmäulchen  Knospe Ziest  Knospe Habichtskraut

Ein Klick aufs Bild verrät, was mir demnächst blüht.

Monatsrückblick Mai

Juni

Über den Mai muss man wohl nicht viele Worte verlieren… Dafür, dass es im Garten einer der arbeitsreichsten Monate ist, ist hier so gut wie gar nichts passiert. Ich habe Socken gestrickt, bin morgens mit Wintermantel, Stiefeln und Handschuhen zur Arbeit gefahren und habe an einigen Tagen nochmal die Heizung angestellt. Letzte Woche habe ich es gerade mal zwischen zwei Regentagen geschafft den Rasen zu mähen, der ein einzger Löwenzahnsalat mit Hahnenfuß-Gänseblümchendressing war.

Die Pflanzen in den Beeten sind tapfer und gewachsen. Viele blühen. Anders sieht es in den Töpfen aus. Die Tomaten sind unglücklich und bekommen braune Blätter. Oregano und Basilikum habe ich nochmal drinnen aufs Fensterbrett gestellt, weil sie zu ertrinken drohten. Und mehrere Stauden und Paprika aus Pflanzenlieferungen sowie die ausgesähten Sommerblumen murrten, da sie nicht aus ihren Töpfen kamen.

Diese Woche habe ich Urlaub und das Wetter soll sehr gut werden. Gestern hatte ich schon einen wunderschönen sonnigen Nachmittag im Garten, wobei wieder neue Pläne entstanden sind.

Pläne

Die Beete möchte ich noch etwas vergrößern. Wenn man eh schon zu viel Arbeit hat, kann man sich auch noch etwas mehr machen ;-). Links im Bild beim Bauerngartenbeet habe ich gestern die Rasenkante abgestochen, angepasst und im hinteren Teil noch ein Stück Rasen mit dazu genommen.

Das Blaue Beet rechts werde ich bis an das Beet meines Wohnungsnachbarn (unten rechts im Bild) heranziehen. Dadurch fällt so eine blöde Rasenecke weg, die man ohnehin nur schlecht mähen kann. Unter dem Ahorn und links davon muss ja noch aufgeräumt werden (s. auch hier [D]), bevor dort etwas entstehen kann. Am äußeren Ende habe ich damit schon ein wenig begonnen. Dort lag eine uralte gusseiserne Badewanne im Boden, die schon total zugewachsen war und sehr schwer rauszuheben. Nachdem die weg war, habe ich Erde und etwas Kompost aufgefüllt und Seifenkraut gepflanzt. Die Samen hatte ich von verwilderten Schrebergartenpflanzen entlang der Bahnstrecke gesammelt. Ich liebe diese zartrosafarbenen Blüten, die mich an Windmühlenflügel erinnern. Demnächst werde ich noch einige Taubnesseln, bodendeckenden Beinwell und Carex dazu setzen. Der Rest ergibt sich.

Das Steingartenbeet werde ich weiter in den hinteren Teil des Gartens verlängern und ein verwildertes Grasbeet entstehen zu lassen. Rasen kann man dort ohnehin vergessen. Zwischen den beiden Beeten überlegen ich, einen Rindenmulchpfad anzulegen, der sich unter dem Ahorn zu einem kleinen Sitzplatz erweitern könnte. Das stelle ich mir als eine sehr kuschelige Ecke zum Träumen vor.

Ins Sommerblumenbeet sind gestern die ersten Pflanzen eingezogen – Dahlien. Das sollten die perfekten Bluemn sein, um zu testen, ob der Schneckenzaun funktioniert :-).